Legales Gras im direkten Vergleich zu Tabak


Immer wieder wird in der Debatte rund um Cannabis ein direkter Vergleich zu Tabak gezogen. Kritiker behaupten, Cannabis sei mindestens genauso gefährlich wie auch klassischer Tabak. Dabei belegen Studien genau das Gegenteil, ganz besonders mit Hinblick auf hochwertiges, legales Gras aus bester Auswahl.

Brennende Zigarette mit Rauch.

Einige Inhaltsstoffe gleichen sich, viele aber auch nicht

Mit dem direkten Vergleich zwischen Tabak und Gras als Tabakersatz beschäftigen sich Wissenschaftlicher rund um den Globus. In der Regel können direkte Vergleich auf zwei verschiedene Weisen stattfinden: entweder es werden Raucher und Kiffer direkt miteinander verglichen oder das Rauchen wird durch standardisierte Rauchmaschinen simuliert. In beiden Fällen geht es den Wissenschaftlern immer um die Inhaltsstoffe, welche im Qualm von Gras beziehungsweise Tabak enthalten sind und damit zwangsweise auch in den menschlichen Körper gelangen. Auch weil Gras mitunter als Tabakersatz gilt, ist ein direkter Vergleich hilfreich für alle, die sich näher mit dem beschäftigen möchten, was durch das Rauchen (von Tabak oder Gras) in ihren Körper gelangt.

Viele Inhaltsstoffe gleichen sich zwischen Gras als Tabakersatz und klassischem Tabak. So beispielsweise Teer, welcher bei bei der Zigarette pro Zug zu ungefähr 50 mg in die Lunge gelangt, beim Gras zu einem Wert von etwa 70 mg. Die variierende Menge wird mit dem variierenden Abbrennprozess beider Pflanzen begründet. Auch beim Ammoniak bestehen Unterschiede, hier verfügt das Cannabis gar über einen 20x so hohen Wert wie klassischer Tabak. Begründet wird das vor allem durch Düngemittel, welche Nitrat enthalten. Blausäure tritt 2,5x so oft im Gras auf, Stickstoffmonoxid immerhin 4x so viel.

Was sich anfänglich negativ anhört, ist es in der Praxis beim Tabakersatz aber nicht zwingend. Entscheidend ist vor allem, dass die schädlichen Schwermetalle beim Gras weniger stark in Erscheinung treten. Blei, Quecksilber und Kadmium sind im Gras lediglich in wesentlich geringeren Konzentrationen vorhanden. Das liegt vor allem daran, dass die Tabakpflanze auf Boden angebaut wird, welcher bereits Schwermetalle enthält und die Pflanze diese dadurch zwingend aufsaugt. Außerdem sind Formaldehyd und Azetaldehyd im Tabakersatz Gras ebenfalls weniger stark vertreten. Die Schwermetalle im Tabak sind es vor allem, die wegen ihrer krebserzeugenden Wirkung, welche bereits als erwiesen gilt, besonders negativ bewertet werden.

Gras hat keine negativen Auswirkungen auf die Lungenfunktion

Im direkten Vergleich spielt natürlich auch der Blick auf die Lunge eine große Rolle. Es ist kein Geheimnis, dass klassisches Rauchen die Lungenkapazität erheblich einschränkt, selbst wenn keine Krebserkrankung vorliegt. Wie eine Studie von US-amerikanischen Wissenschaftlern seit 1985 geprüft hat, führt Cannabis als Tabakersatz hingegen nicht zu einer eingeschränkten Lungenfunktion. Das liegt einerseits an den eben erwähnten Inhaltsstoffe, welche beim Tabak besonders stark die Lunge angreifen, aber auch an der Intensität und Frequenz.

Während Raucher im Regelfall rund 7 bis 20 Zigaretten pro Tag rauchen, wird Gras üblicherweise nur gelegentlich "gekifft". Die Lunge wird damit wesentlich weniger stark belastet. Tabak greift sowohl durch die Inhaltsstoffe als auch die häufige Frequenz unter anderem die forcierte Vitalkapazität (kurz: FVC) sowie die Einsekundenkapazität (kurz: FEV1) der Lunge an. Teilweise führte Gras in der "Coronary Artery Risk Development in Young Adults (CARDIA)" Studie sogar zu Verbesserungen des Lungenpotentials.

CBD Blüten als Tabakersatz?

Während sich diese Studien vor allem auf THC-haltiges Cannabis beziehen, interessiert uns jedoch mehr das CBD Gras im Verglich zu Tabak. Dieses wird oft als Tabakersatz verwendet, denn Nikotin, der süchtig machende Inhaltsstoff der Zigaretten, ist in CBD Blüten nicht enthalten. So muss nicht gleich auf den Akt des Rauchen verzichtet werden und sich langsam vom Nikotin entwöhnen.

Rauchen an sich, egal was, ist trotz positiven Effekten, immer Gesundheitsschädlich.